Lichtmaschine - Batterie Ladegerät von Sterling

Letztes Jahr habe ich in die XENIA ein Lichtmaschinen - Batterie Ladegerät von Sterling eingebaut. In diesem Zusammenhang habe ich auch die Standard 35A Lichtmaschine gegen eine 80Amp Leece-Neville Heavy Duty Lichtmaschine ausgewechselt. Das Ladegerät wird anstatt der Trenndiode eingebaut und ausser zusätzlichen Temperaturfühlern keine weitere Verkabelung.

Wasserdichtes Handy

Für den Einsatz an Bord habe ich mich ausführlich nach einem geeigneten Handy umgeschaut. Es sollte robust und möglichst wasserdicht sein, damit es auch noch funktioniert, wenn man in Küstennähe ins Wasser fällt. In die nähere Auswahl habe ich das Sonim xp3 und das Samsung B2100 einbezogen. Beide Handys sind stossfest nach MIL-STD-810F516.5 und für eine halbe Stunde auf 1 Meter Wassertiefe wasserdicht.

Radar (Update)

Zwischenzeitlich hab ich Erfahrungen mit dem Radar auf der Nord- und Ostsee gemacht. Hierbei hat sich die Verwendbarkeit der MARPA Zielverfolgung als ziemlich unbrauchbar erwiesen. Beim Queren der Verkehrstrennungsgebiete auf der Nordsee habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Gerät zwar die Richtung und Geschwindigkeit der Grossen Pötte erkennt, diese aber wegen der stark schwankenden Werte so gut wie garnicht für die Abschätzung einer Kollisionssituation verwendet werden können.

Windgenerator Superwind

Der Superwind hat sich hervorragend bewährt. Bei 4-5 BFT produziert er genügend Strom um die XENIA zu versorgen. Der Ladestrom nimmt bei steigenden Windstärken überproportional zu. Wichtig ist der Schalter zum abschalten des Generators. Wenn man im Hafen liegt und Landstrom hat kann man sonst leicht die Nachbarn nerven. Das Rauschen des Rotors ist im Hafen schon störend, solange der Wind zwischen 2 und 4 BFT bläst. Bei 5 BFT wird der Generator wieder leiser, bzw. wird durch die Windgeräusche übertönt. Unter 2 BFT hört man ihn nicht oder er bleibt stehen. Ich betreibe den Generator ohne Laderegler. Wenn die Batterien zu 90% voll waren habe ich den Generator einfach abgeschaltet. Obwohl das sehr gut funktioniert hat, möchte ich das diese Saison ändern, damit man das Boot auch mal ein mit eingeschaltetem Generator alleine lassen kann.

Bügelanker (WASI, Edelstahl, 30kg)

Meine Erfahrungen mit dem Bügelanker sind überaus positiv. Ich habe nie ein zweites Ankermanöver benötigt und er hat immer sehr zuverlässig gehalten. Auch bei viel Wind (6 BFT) konnte man das Boot bedenkenlos für mehrere Stunden allein vor Anker lassen. Ich habe immer gut und entspannt geschlafen.
Der einzige anfängliche Kritikpunkt war Flugrost, der sich in den ersten 2 Monaten immer wieder gebildet hatte. Zwischenzeitlich bildet sich kein Flugrost mehr und der Anker sieht so aus wie man es von Edelstahl erwartet, wobei ich nicht sagen kann woran das liegt. Mit meinem alten CQR (Lewmar, 45lbs) hatte ich meist das Problem, dass die Xenia, beim Eingraben mit Vollgas rückwärts, den Anker durch den Grund gezogen hat. Nachts und beim von Bord gehen hatte ich beim CQR immer ein blödes Gefühl. Ob die bessere Zuverlässigkeit durch das Mehrgewicht von 10kg, oder durch die Andere Konstruktion kommt kann ich nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass ich mit dem Bügelanker hoch zufrieden bin. Den CQR hab ich als Zeitanker trotzdem noch an Bord.

AIS Transponder

Ein AIS Transponder sendet die Schiffskennung und aktuellen Bewegungsdaten an andere Schiffe in einem Umkreis von ca. 20NM. Alle Schiffe über 24m müssen mit einem AIS Tranponder ausgerüstet sein. In der Praxis ist solch ein Gerät sehr hilfreich, da alle Großschiffe auf dem Kartenplotter erscheinen und man genau weiß, ob eine Kollisionsgefahr besteht oder nicht. Gestern war beispielsweise eine Fischtrawler auf Kollisionskurs. Der gute Mann war wohl beschäftigt und hat stockvoll auf uns zugehalten. Als unser AIS wegen Kollisionsgefahr angefangen hat zu hupen dauerte es nur noch wenige Sekunden bis der Fischer abgedreht hat. Sein AIS hat offensichtlich im selben Augenblick wie unseres angefangen Lärm zu machen und ihn aufgeweckt. Tolle Technik! Mein erster Eindruck ist überaus positiv.

Amateurfunk an Bord

Anfang des Jahres habe ich die Amateurfunkprüfung der Klasse E und vier Wochen später die Klasse A abgelegt. Amateurfunk an Bord ist im Zusammenhang mit einem PACTOR Modem, eine tolle Möglichkeit zur kostenlosen E-Mail Kommunikation und um Positionsmeldungen abzusetzen, wenn man im Ausland ist. In der Praxis funktioniert das auf der XENIA völlig unproblematisch. Man schreibt eine E-Mail und verbindet sich danach per Kurzwelle mit einem WINLINK Server. Hier aus den Niederlanden funktioniert der Server in Italien und Las Palmas auf den Kanaren recht gut. Die E-Mail Adresse, welche man unter Kurzwelle verwendet, setzt sich aus dem Rufzeichen (DD2MM) ergänzt um @winlink.org zusammen. Ich verwende bis jetzt, den Amateurfunk fast ausschließlich zur Datenübertragung.