3. Oktober 2011

Furuno NX-300 Navtex

Wir haben den Navtexempfänger nun seit 3 Jahren an Bord. Er ist absolut unkompliziert zu handhaben und hat sich sehr gut bewährt. Ich habe ihn im Cockpit installiert, so dass man neue Nachrichten immer im Blick hat. Das Gerät ist wasserdicht und braucht ungefähr 100 mA Strom. Es läuft auf der XENIA ununterbrochen.



Was mir gut gefällt:
  • Einfach in der Handhabung
  • Wasserdicht
  • Geringer Stromverbrauch
  • Guter Empfang
Weniger gut:
  • Das Gehäuse verfärbt sich durch UV-Strahlung im Laufe der Zeit etwas
  • Wenn es sehr heiß ist, verändert sich die Kontrasteinstellung des LCD-Displays etwas
Mein Fazit: Sehr empfehlenswert.

1. Oktober 2011

YAESU FT-270E

Beim YAESU FT-270E handelt es sich um ein 2 Meter Band Amateurfunk VHF Handfunkgerät. Es ist wasserdicht und robust. Mit einem Lötkolben kann man es ohne Probleme auch für die Seefunkfrequenzen öffnen. Die Sende- und Empfangsleistungen sind für meine Anforderungen absolut ausreichend. Der Akku hält sehr lange. Das aufladen dauert aber auch eine ganze Nacht. Es hat leider keine Ladeelektronik, die den Ladevorgang nach der Vollladung unterbricht. Ansonsten ein unkompliziertes, robustes, einfach zu bedienendes Gerät, das macht was es soll.

Gut:
  • Wasserdicht
  • Sehr robust
  • Einfache Bedienung
  • Nach Modifikation auch für Seefunk geeignet
  • Sehr preiswert
  • Lange Akkulaufzeit
  • Direkt mit 12V aufladbar
  • Hohe Empfangslautstärke einstellbar

Schade:
  • Lange Ladedauer
  • Keine integrierte Ladeelektronik

31. Mai 2011

Lichtmaschine - Batterie Ladegerät von Sterling

Update 5/2011
Die ausgetauschte Leece-Neville Lichtmaschine hat nach 3 Monaten wieder den Geist aufgegeben. Sie wurde anstandslos als Garantiefall anerkannt. Aufgrund der schlechten Erfahrungen habe ich mir jedoch eine original Volvo Penta Lichtmaschine von Valeo mit 60Ampere liefern lassen. Zusätzlich habe ich einen Temperatursensor an der Lichtmaschine installiert und an dem Sterling Ladegerät angeschlossen. Ich hoffe dass es jetzt keine Probleme mehr gibt.

Alter Beitrag vom 17.02.2010
Letztes Jahr habe ich in die XENIA ein Lichtmaschinen - Batterie Ladegerät von Sterling eingebaut. In diesem Zusammenhang habe ich auch die Standard 35A Lichtmaschine gegen eine 80Amp Leece-Neville Heavy Duty Lichtmaschine ausgewechselt. Das Ladegerät wird anstatt der Trenndiode eingebaut und ausser zusätzlichen Temperaturfühlern keine weitere Verkabelung.
Diese Kombination liefert je nach Ladezustand der Batterien einen Ladestrom von bis zu 75 Ampere. Die Batterien vom Typ AGM werden sehr zuverlässig geladen. Das Zusammenspiel mit dem Windgenerator funktioniert problemlos, da das Ladegerät offensichtlich erkennt, dass der Windgenerator zusätzlich läd. Ab einem Ladezustand von über 80% habe ich den Windgenerator über den Stopschalter abgeschaltet. Der Ladestrom hat sich dadurch nur für Sekunden geändert, bis der Lader das Abschalten bemerkt und den Strom über die Lichtmaschine nachgeregelt hat.
Probleme hatte ich nach einem halben Jahr mit der Lichtmaschine. Diese hatte einen defekt und wurde vom Hersteller kostenlos als Garantieleistung ausgetauscht. Mir ist noch nicht klar ob eventuell ein Zusammenhang zwischen dem Sterling Lichtmaschinen Ladegerät und der dadurch resultierenden hohen Belastung der Lichtmaschine besteht. Falls die ausgetauschte Lichtmaschine wieder Probleme macht, werde ich berichten.

11. März 2011

ICOM IC-718 Amateurfunkgerät

Nachdem ich den einfachsten Amateurfunktransceiver von ICOM seit einem Jahr zu Hause verwende, bin ich von der Qualität, Bedienung und Leistung des Gerätes begeistert. Es lassen sich ein DSP und ein temperaturkompensiertes Quarz nachrüsten. Die Bedienung des Gerätes ist so, wie ich sie mir auf einem Segelboot vorstelle. Alles ist selbsterklärend und logisch. Auch der Stromverbrauch ist deutlich geringer wie beim IC-7000. Nach meiner Meinung ist es wie gemacht für den Einsatz auf Booten. Ich werde es gegen das wesentlich teurere IC-7000 auf der XENIA II austauschen.

Was mir an diesem Gerät besonders gefällt:
  • Klare, einfache, selbsterklärende Bedienung.
  • Es ist alles dran was man braucht, aber nichts überflüssiges.
  • Der eingebaute Lautsprecher ist klar und laut.
  • Hochwertige Ausführung der Mechanik und Elektronik. Hervorragende Leistung bei QSO's.
  • Benötigt im Standby beim Empfang nur 0,8A
  • Vom Konzept her ist das Gerät auch für Seefunk ausgerüstet. Es ist bis auf eine zusätzliche Diode und eine andere Tastaturbeschriftung baugleich mit dem Seefunkgerät IC-78. Durch einlöten der Diode kann es umgebaut werden.
  • Durch entfernen von drei Dioden wird der IC-718 auch beim TX voll durchstimmbar (1,6-32MHz).
  • Preisgünstig, es ist der billigste KW Transceiver von ICOM.
Was ich schade finde:
  • Wenn man von unten auf das LCD Display schaut wird der Inhalt unsichtbar.
  • Der DSP ist nicht so gut wie der des IC-7000. Wenn er aktiviert wird, lassen die Höhen merklich nach.

10. März 2011

ICOM IC-7000 Amateurfunkgerät

Seit 2 Jahren arbeite ich auf der XENIA II mit einem ICOM IC-7000 Amateurfunk Transceiver.
Während dieser Zeit habe ich unterschiedliche Erfahrungen mit dem Gerät gemacht. Zusammenfassend halte ich es für ein brauchbares Amateurfunkgerät mit einer erstaunlichen Leistungsvielfalt bei guter Qualität. In dieser Leistungsvielfalt liegt aber auch der Nachteil für den Betrieb auf einem Segelboot. Man hat hier einfach nicht den Nerv, sich mit komplizierten Menüs rumzuschlagen und regelmäßig im Manual nachzulesen. Auf einem Boot muss die Technik einfach funktionieren und logisch zu bedienen sein. Für den Einsatz auf Segelbooten gibt es besser geeignete Geräte. Ich werde es gegen mein ICOM IC-718 austauschen, das ich momentan zu Hause verwende.

Positiv aufgefallen sind mir die folgenden Punkte:
  • Das Bedienteil lässt sich vom Gerät trennen. Dadurch wird am Navi-Tisch sehr wenig Platz benötigt.
  • Die Tasten sind beleuchtet.
  • Der DSP ist sehr gut.
  • Das farbige Display ist informativ und übersichtlich.
  • Das Gerät beherrscht KW, 2 Meter und 70 cm
Weniger gut finde ich die folgenden Punkte:
  • Komplizierte Bedienung. Alle Tasten sind mehrfach belegt und man muss sich auch für wichtige Funktionen durch Menüs hangeln.
  • Der eingebaute Lautsprecher hat keine gute Qualität und ist schlecht verständlich.
  • Viele Funktionen benötige ich auf der XENIA nicht.
  • Der Ruhestrom bei Empfang beträgt 1,2 A
  • Das Mikro macht einen billigen Eindruck.
  • Das Gerät ist nicht für die Seefunkfrequenzen ausgelegt.
  • Das Gerät wird schon beim Empfangsbetrieb recht warm.

1. Oktober 2010

Canon EOS 7D

Abdichtung Canon EOS 7D
Anfangs des Jahres habe ich meine etwas in die Jahre gekommene EOS 10D durch eine EOS 7D ersetzt. Hier nun eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen nach einem Sommer intensiven Gebrauch auf der XENIA.
  • Die hohe Auflösung von 18 Megapixel benötige ich nicht wirklich. Bei Ausschnittsvergrößerungen, welche ich nicht so oft mache, ist sie jedoch hilfreich.
  • Die Bildqualität ist je nach verwendetem Objektiv hervorragend.
  • Durch die hohe ISO Empfindlichkeit, ist fotografieren auch unter sehr schlechten Lichtbedingungen möglich. In der Praxis ist fotografieren bis ISO 3200 ohne übermäßiges Rauschen möglich
  • Die automatische Sensorreinigung find ich klasse. Bis jetzt hab ich noch kein Staubkörnchen auf dem Sensor.
  • Den Liveview Modus nutze ich selten. Das Fokussieren in diesem Modus ist unkomfortabel.
  • Die Kamera macht auch Videos in FullHD (1080p). Diese Funktion funktioniert wirklich gut. Man benötigt für nicht verwackelte Ergebnisse jedoch ein Objektiv mit Bildstabilisator oder ein Stativ. Die Schärfe stellt man am Besten manuell ein.
  • Das Gehäuse ist extrem stabil und spritzwassergeschützt. Mir ist bei einer üblen Welle eine volle Tasse Tee über die Kamera gekippt. Das Gerät wurde dabei so geflutet, dass aus allen Tasten der Tee rausgetropft ist. Ich war entsetzt und hab die Kamera sofort ausgeschüttelt sowie abgetrocknet. Glücklicherweise hatte ich bei der Aktion ein abgedichtetes L-Objektiv dran. Die Kamera hat diese Misshandlung ohne irgendwelche Probleme weggesteckt und funktioniert seither immer noch einwandfrei.
Fazit: Eine tolle Kamera, die alle meine Anforderungen mehr als abdeckt.

13. Februar 2010

Wasserdichtes Handy

Für den Einsatz an Bord habe ich mich ausführlich nach einem geeigneten Handy umgeschaut. Es sollte robust und möglichst wasserdicht sein, damit es auch noch funktioniert, wenn man in Küstennähe ins Wasser fällt. In die nähere Auswahl habe ich das Sonim xp3 und das Samsung B2100 einbezogen. Beide Handys sind stossfest nach MIL-STD-810F516.5 und für eine halbe Stunde auf 1 Meter Wassertiefe wasserdicht.
Aufgrund des Preises von deutlich unter 100 Euro habe ich das Samsung B2100 ausgewählt. Es hat sich bei mir hervorragend bewährt. Einen versehentlichen Sturz aus über 2 Meter Höhe hat es unbeschadet überstanden. Es hat schon mehrfach völlig untergetaucht im Wasser gelegen. Einen Tieftemperaturtest bei -18°C im Eisfach hat es einwandfrei überstanden und man kann mit dem tiefgefrorenen Teil telefonieren. Der Akku hält bei mir eine starke Woche ohne Nachladen, wenn ich täglich ca. 5-15 Minuten telefoniere. Die angegebenen 600 Stunden Standby erreiche ich nicht annähernd. Zusammenfassend kann ich das Samsung empfehlen. Es sieht zwar nicht schön aus, aber nach meiner Meinung ist es nicht nötig das sehr teuere Sonim zu kaufen.

Radar (Update)

Zwischenzeitlich hab ich Erfahrungen mit dem Radar auf der Nord- und Ostsee gemacht. Hierbei hat sich die Verwendbarkeit der MARPA Zielverfolgung als ziemlich unbrauchbar erwiesen. Beim Queren der Verkehrstrennungsgebiete auf der Nordsee habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Gerät zwar die Richtung und Geschwindigkeit der Grossen Pötte erkennt, diese aber wegen der stark schwankenden Werte so gut wie garnicht für die Abschätzung einer Kollisionssituation verwendet werden können. Das Problem kommt offensichtlich durch die Wellen und den damit zusammenhängenden Bewegungen der Radarantenne im Mast. Diese überlagern sich mit der Schiffsgeschwindigkeit und führen zu starken Schwankungen der Vektoren des Ziels. Nach meiner Erfahrung ist AIS das wesentlich bessere Hilfsmittel um solche Situationen zuverlässig beurteilen zu können. Auch die Erkennbarkeit von kleinen Zielen ist bei den Bedingungen am Meer, wesentlich schlechter als bei den kleinen Wellen am Bodensee. Ansonsten finde ich dass Radar ein tolles Hilfsmittel ist.

Alter Beitrag vom 06.01.2009

Hier meine Erfahrungen nach einer Saison mit Radar. Erstaunlich finde ich die gute Erkennbarkeit von anderen Booten auf dem Radarschirm. Selbst Bojen und Seezeichen lassen sich einwandfrei erkennen, wenn man die Antenne auf kurze Distanz gestellt hat. Das Radar bringt vor allem bei Nacht und im Nebel viel. Wenn man den See in Längsrichtung befährt ist es hilfreich, dass man einen Sicherheitskreis um das Boot ziehen kann. Wenn ein anderes Boot in diesen Keis einfährt wird man durch einen lauten Signalton gewarnt. Wenn man solo unterwegs ist, kann man dadurch in Ruhe auch mal was unter Deck erledigen. Die Erfahrung hat gezeigt dass diese Funktion absolut zuverlässig funktioniert. Ich verwende eine Raymarine 2KW Antenne mit einem E-Serie E80 Multifunktionsdisplay. Die Radaroverlay Funktion legt das Radarbild über die Karte. Das ist vor allem für Anfänger hilfreich um sich bei guter Sicht an den Umgang mit Radar zu gewöhnen. Es hat aber den Nachteil, dass man recht genau hinschauen muss um alle Boot zu erkennen. Übersichtlicher finde ich den Radar Modus mit gelben Echos auf schwarzem Grund. Hier entgeht einem normalerweise nichts. Im Allgemeinen splitte ich das Display in drei Teile (Karte, Radar, Daten). Der Stromverbrauch der Antenne liegt bei ca. 2,5 Ampere. Eine weiter nützlich Funktion ist das Erkennen von Regen. Wenn man die Antenne auf grösser 6 Seemeilen einstellt, werden Regenfelder sehr gut angezeigt. Am besten verwendet man dabei die Radaroverlay Anzeige und kann dann sehr gut einscätzen wo Gewitterzellen stehen und wie sie ziehen. Ich bin mit hilfe dieser Funktion mehrmals erfolgreich veranziehenden Starkregenfeldern ausgewichen.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Radar am Bodensee zwar nicht wirklich nötig, aber doch ein tolles Spielzeug mit Mehrwert ist.

Windgenerator Superwind

Der Superwind hat sich hervorragend bewährt. Bei 4-5 BFT produziert er genügend Strom um die XENIA zu versorgen. Der Ladestrom nimmt bei steigenden Windstärken überproportional zu. Wichtig ist der Schalter zum abschalten des Generators. Wenn man im Hafen liegt und Landstrom hat kann man sonst leicht die Nachbarn nerven. Das Rauschen des Rotors ist im Hafen schon störend, solange der Wind zwischen 2 und 4 BFT bläst. Bei 5 BFT wird der Generator wieder leiser, bzw. wird durch die Windgeräusche übertönt. Unter 2 BFT hört man ihn nicht oder er bleibt stehen. Ich betreibe den Generator ohne Laderegler. Wenn die Batterien zu 90% voll waren habe ich den Generator einfach abgeschaltet. Obwohl das sehr gut funktioniert hat, möchte ich das diese Saison ändern, damit man das Boot auch mal ein mit eingeschaltetem Generator alleine lassen kann.

Bügelanker (WASI, Edelstahl, 30kg)

Meine Erfahrungen mit dem Bügelanker sind überaus positiv. Ich habe nie ein zweites Ankermanöver benötigt und er hat immer sehr zuverlässig gehalten. Auch bei viel Wind (6 BFT) konnte man das Boot bedenkenlos für mehrere Stunden allein vor Anker lassen. Ich habe immer gut und entspannt geschlafen.
Der einzige anfängliche Kritikpunkt war Flugrost, der sich in den ersten 2 Monaten immer wieder gebildet hatte. Zwischenzeitlich bildet sich kein Flugrost mehr und der Anker sieht so aus wie man es von Edelstahl erwartet, wobei ich nicht sagen kann woran das liegt. Mit meinem alten CQR (Lewmar, 45lbs) hatte ich meist das Problem, dass die Xenia, beim Eingraben mit Vollgas rückwärts, den Anker durch den Grund gezogen hat. Nachts und beim von Bord gehen hatte ich beim CQR immer ein blödes Gefühl. Ob die bessere Zuverlässigkeit durch das Mehrgewicht von 10kg, oder durch die Andere Konstruktion kommt kann ich nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass ich mit dem Bügelanker hoch zufrieden bin. Den CQR hab ich als Zeitanker trotzdem noch an Bord.

AIS Transponder

Ein AIS Transponder sendet die Schiffskennung und aktuellen Bewegungsdaten an andere Schiffe in einem Umkreis von ca. 20NM. Alle Schiffe über 24m müssen mit einem AIS Tranponder ausgerüstet sein. In der Praxis ist solch ein Gerät sehr hilfreich, da alle Großschiffe auf dem Kartenplotter erscheinen und man genau weiß, ob eine Kollisionsgefahr besteht oder nicht. Gestern war beispielsweise eine Fischtrawler auf Kollisionskurs. Der gute Mann war wohl beschäftigt und hat stockvoll auf uns zugehalten. Als unser AIS wegen Kollisionsgefahr angefangen hat zu hupen dauerte es nur noch wenige Sekunden bis der Fischer abgedreht hat. Sein AIS hat offensichtlich im selben Augenblick wie unseres angefangen Lärm zu machen und ihn aufgeweckt. Tolle Technik! Mein erster Eindruck ist überaus positiv.

Amateurfunk an Bord

Anfang des Jahres 2009 habe ich die Amateurfunkprüfung der Klasse E und vier Wochen später die Klasse A abgelegt. Amateurfunk an Bord ist im Zusammenhang mit einem PACTOR Modem, eine tolle Möglichkeit zur kostenlosen E-Mail Kommunikation und um Positionsmeldungen abzusetzen, wenn man im Ausland ist. In der Praxis funktioniert das auf der XENIA völlig unproblematisch. Man schreibt eine E-Mail und verbindet sich danach per Kurzwelle mit einem WINLINK Server. Hier aus den Niederlanden funktioniert der Server in Italien und Las Palmas auf den Kanaren recht gut. Die E-Mail Adresse, welche man unter Kurzwelle verwendet, setzt sich aus dem Rufzeichen (DD2MM) ergänzt um @winlink.org zusammen. Ich verwende bis jetzt, den Amateurfunk fast ausschließlich zur Datenübertragung.

Funkrufzeichen als amtliches Kennzeichen am Bodensee

Die Frage die mir am häufigsten gestellt wird, bezieht sich auf das abweichende amtliche Kennzeichen der XENIA II. Das Boot führt das Funkrufzeichen DF8564 anstatt der sonst üblichen, dem Straßenverkehr entsprechenden Nummern KN, FN, Li ... Der Grund dafür liegt darin, dass ein reines Bodenseekennzeichen am Meer keine Gültigkeit hat und auch sonst keinen Mehrwert bietet. Die Beantragung läuft folgendermassen:
Als erstes muss man bei der Bundesnetzagentur ein Funkrufzeichen für das Boot beantragen. Mit der Urkunde geht man dann zum jeweiligen Schifffahrtsamt und beantragt die Bodenseezulassung unter Verwendung des Funkrufzeichens. In Konstanz hat das ohne Probleme funktioniert. Dieser Sonderfall ist nicht in der BSO beschrieben, sondern es gibt eine Ausfürungsanweisung zur BSO, wo auf diesen Sonderfall eingegangen wird.

Überwintern im Hafen

Hier eine kurze Beschreibung meiner Erfahrungen mit dem Überwintern im Hafen.

Ich habe diesen Winter relativ häufig auf der XENIA übernachtet. Mit der eingebauten Webasto Heizung 3,5KW ist es auch bei über -10°C angenehm warm im Boot. Mit Kondeswasser hatte ich keinerlei Problem, da alle Innenwände mit Holz verkleidet sind und das Deck aus Sandwitch besteht. Sicher tragen auch die 4 Dorade Lüfter und die Warmluftheizung zu dem trockenen Klima bei. Ein Problem ist der Dieselverbrauch. Durch die gute Belüftung entweicht wohl auch relativ viel Wärme. Der Verbrauch liegt bei 5-12 Liter am Tag. Ich habe den Winter über von November bis Ende März ca. 120 Liter Diesel verbraucht. Den Motor habe ich eingewintert. Den Wassertank habe ich entleert. Die Seeventile habe ich offen gelassen, da das Deck und das Cockpit unterhalb der Wasserlinie entwässert werden.
Es gab damit keinerlei Probleme. Die Temperatur im Boot war immer deutlich wärmer als die Aussentemperatur. Dies liegt offensichtlich daran, dass das Seewasser wie eine Fußbodenheizung funktioniert. Ich habe die XENIA nicht mit einer Persening abgedeckt sondern nur das Cockpitzelt verwendet. Das Teakdeck hat bis jetzt keinerlei Schaden davon getragen.

Internetzugang auf dem See

Es besteht am ganzen See Versorgung via GPRS. Man hat am Obersee fast überall Deutsches und Schweizer Netz. UMTS ist grossflächig verfügbar (o2 Netz).
Viele Häfen haben zusätzlich (kostenpflichtiges) WLAN, was ich jedoch wegen der guten Mobilfunk Infrastruktur so gut wie nie benutze.

DVB-T am Bodensee

Am 27.11.07 wurden am Bodensee die deutsche DVB-T Sender aktiviert. Österreich und die Schweiz sind schon länger auf Sendung. Innerhalb des Obersees hat man überall erstklassigen Empfang.
Auf der Xenia habe ich einen 12V Kathrein Receiver, der verdeckt eingebaut ist. Das Videosignal wird auf den 15" comnautic Bildschirm eingespeist, der auch für den Bordcomputer verwendet wird. Er ist auf einer Schwenkhalterung montiert. so dass er in den Salon geschwenkt werden kann. Das Sterreosignal wird in ein Sony DVD Autoradio eingespeist. Der Stromverbrauch für das komplette System liegt bei ca. 2,5A im Betrieb und bei 10mA im Standby. Bei der Montage ist wichtig, dass man den DVB-T Receiver über den Ausgang der Motorantenne des Autoradios mit Strom versorgt. Sonst liegt die Stromaufnahme im ausgeschalteten Zustand bei über 300mA, was bei längeren Ankerzeiten ungünstig ist.